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Luftaufnahmen bei Regen – Geht das?

Publiziert am Juni 27th, 2016

Über Luftaufnahmen die wegen Regen ins Wasser fallen, freut sich niemand. Bei einem Dreh kann es vorkommen, dass Regenwolken aufziehen, doch kein Grund zur Panik. Was es für Luftaufnahmen in solchen Situationen, zu beachten gilt, erfährst du in diesem Blogartikel.

Ist es möglich die Drohne bei Regen zu fliegen?

Oftmals werde ich gefragt, ob man eine Drohne bei Regen oder Schnee noch fliegen kann. Und meine Antwort ist grundsätzlich „Ja“, nur kommt es auf die Regen- bzw. Schneemenge an. Bei leichtem Nieselregen ist es möglich mit einer Drohne zu fliegen, sofern unbedingt notwendig. Empfehlen kann ich das nicht, denn die Elektronik ist oft nicht ausreichend geschützt gegen Feuchtigkeit.

Schutz der Elektronik

Die Elektronik ist bei den meisten Drohnen-Modellen auf dem Markt nicht ausreichend abgedeckt. Daher ist es wichtig, dass die elektronischen Komponenten vor Regen geschützt werden. Vorrangig gilt es die Elektronik der Drohne, Empfänger, Akkus und alle Kabelverbindungen zu schützen. Den Motoren hingegen macht Regen nichts aus, die müssen nicht abgedeckt werden. Die Paketdrohne von DHL beweist dies sehr gut. Mit ihr wurden schon mehrere Testflüge bei Regen absolviert. Ein Artikel dazu findest du hier. Was man aber wissen sollte, ist, dass die Funkwellen der Fernsteuerung durch den Regen beeinflusst werden und nicht mehr die gleiche Reichweite haben. Zudem ist zu beachten, dass Feuchtigkeit, Fehler in der Elektronik auslösen können. Dies ist vor allem bei Aufnahmen in der Nähe von Personen und Städten zu beachten.

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Regen während der Dreharbeiten

Des Öfteren befand ich mich in Situationen in denen es angefangen hat zu nieseln, aber noch nicht alle Luftaufnahmen im Kasten waren. Dann gilt es Ruhe zu bewahren und die Wetterentwicklung im Auge zu behalten.Bei Regen passiert es oft, dass ein Wassertropfen auf die Linse fliegt und die Aufnahme unbrauchbar macht. Das sollte man dem Kunden vorher immer mitteilen. Für den Kameraoperator ist es wichtig die Kamera im 90 Grad Winkel nach unten zu richten, dass die Linse sauber bleibt. Erst wenn man in Position ist, die Kamera nach vorne ausrichten.

 

Ein Wassertropfen auf der Linse ist leicht zu erkennen. Das Bild wir an dieser Stelle aufgehellt und unklar.

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Fazit

Allgemein kann und will ich nicht empfehlen im Regen zu fliegen, aber es ist gut zu wissen, dass es im Notfall möglich ist. Jeder Pilot muss selber entscheiden, ob er es wagt bei Regen oder Schnee zu fliegen. Eine Garantie, dass nichts passiert, kann ich nicht abgeben.

 

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